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job:first

In der ersten, frühen Phase der Arbeitslosigkeit sind die Chancen für Arbeitssuchende besonders groß, zeitnah wieder Arbeit zu finden. Hier knüpft die Maßnahme job:first an.

Neukunden sowie arbeitsmarktnähere Neu- und Bestandskunden erhalten mit Zugang zum Leistungsbezug mit job:first ohne Wartezeit umgehend ein Sofortangebot. Ziel ist eine schnellstmögliche Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, in eine Ausbildungsstelle oder Einstiegsqualifizierung. Dazu werden in der drei Monate umfassenden Maßnahme Eigenständigkeit und Eigeninitiative der Teilnehmenden gefördert, Selbstvermarktungsstrategien entwickelt, sowie ein Profil der individuellen Stärken und Ressourcen erarbeitet.

Dabei werden die Teilnehmenden intensiv durch Jobcoaches begleitet und unterstützt in Einzel- und Gruppen-Coachings. Unter anderem werden in job:first die Kenntnisse des lokalen Arbeitsmarktes verbessert. Die Teilnehmenden entwickeln und erarbeiten aktuelle Bewerbungsunterlagen, erhalten Unterstützung bei der Stellenrecherche und werden mit persönlichen Bewerbungsstrategien auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. Zudem besteht die Möglichkeit einer betrieblichen Erprobung bei potenziellen Arbeitgebern von bis zu zwei Wochen im Rahmen der Maßnahme, ebenso möglich sind unterstützende Qualifizierungsmaßnahmen.

job:first wird für Leistungsbeziehende aus dem gesamten Kreisgebiet an allen Standorten der Jobakademie angeboten und durchgeführt.

 

job:start

Die wirkungsvollsten Mittel, um den Leistungsbezug von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verhindern oder zu beenden, liegen in der Bildung und Ausbildung. Je besser die berufliche Qualifizierung, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, (erneut) auf einen Leistungsbezug im SGB II angewiesen zu sein. An diesem Punkt setzt die Maßnahme job:start an. Jugendliche und junge Erwachsene im SGB II-Leistungsbezug sollen mit Hilfe der Jobcoaches eine Anschlussperspektive nach Beendigung der Schulpflicht entwickeln. Die Teilnehmenden werden dabei unterstützt, ein realistisches berufliches Ziel zu entwickeln und zu festigen. Der Weg kann über eine betriebliche oder schulische Ausbildung, eine Einstiegsqualifizierung, ein Studium oder den weiteren Schulbesuch führen.

Während der in der Regel sechsmonatigen Maßnahmeteilnahme wird mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Stärken- und Ressourcenprofil erarbeitet. Wichtige Kompetenzen werden überprüft und weiterentwickelt und der Bewerbungsprozess wird durch die Jobcoaches begleitet.

job:start wird im gesamten Kreisgebiet an allen Standorten der Jobakademie durchgeführt.
 


Frauenwege

„Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“: Unter diesem Motto richtet sich die Maßnahme Frauenwege an Frauen im SGB II-Leistungsbezug. Das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit zu entwickeln und die Stärkung der Selbstfürsorge, sind Ziele dieser Maßnahme. Dazu sollen das Gesundheitsbewusstsein und die Selbstbehauptung gefördert und individuelle Bewältigungsstrategien bei Mehrfachbelastungen erarbeitet werden. Während der sechsmonatigen Maßnahmedauer werden die Teilnehmerinnen in Einzel-, aber auch Gruppencoachings betreut. Es werden zudem Selbstbehauptungstrainings, Farb- und Stilberatung und Workshops zu Motivation und Kommunikation angeboten.

Das Ziel der Maßnahme Frauenwege ist nicht vorrangig die Vermittlung in Arbeit, sondern die Heranführung an den Arbeitsmarkt. Die individuelle Verbesserung der persönlichen Situation der Teilnehmerinnen ist hier der Erfolg.

Auch diese Maßnahme wird an allen Standorten der Jobakademie angeboten.
 

Sozialer Arbeitsmarkt

Das Team Sozialer Arbeitsmarkt der Jobakademie koordiniert die Förderung von Langzeitarbeitslosen nach dem Teilhabechancen-Gesetz, ist Ansprechpartner für interessierte Arbeitgeber und stellt Jobcoaches.

Mit individuellen Betreuungs- und Unterstüzungsmöglichkeiten des Teilhabechancen-Gesetzes werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse gefördert. Das Ziel: Langzeitarbeitslose sollen auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen. Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen, erhalten bis zu fünf Jahre einen Lohnkostenzuschuss zwischen 50 und 100 Prozent. Ein begleitendes Jobcoaching unterstützt jederzeit bei Problemen und aufkommenden Fragen.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten "Teilhabe am Arbeitsmarkt" und "Eingliederung von Langzeitarbeitslosen", den Inhalten, den Lohnkostenzuschüssen und den Rahmenbedingungen fasst die Kurzinfo Sozialer Arbeitsmarkt zusammen.

Das Team Sozialer Arbeitsmarkt koordieniert die Förderung im Sozialen Arbeitsmarkt kreisweit, für alle förderberechtigten Langzeitarbeitslosen aus dem gesamten Kreis Recklinghausen.

 

Modelprojekt G.A.T. - Gesundheit.Arbeit.Teilhabe

Das Modelprojekt G.A.T – Gesundheit.Arbeit.Teilhabe, welches im Rahmen des Bundesprojektes rehapro durchgeführt wird, richtet sich an Personen im SGB II-Leistungsbezug mit gesundheitlichen Einschränkungen. Oftmals sind die gesundheitlichen Einschränkungen so komplex und unspezifisch, dass im normalen Beratungsgeschäft diese Personengruppe zu kurz kommt, da es den Integrationsfachkräften an passgenauen Instrumenten fehlt. Die Möglichkeit der Heranführung an soziale Teilhabe scheitert also oftmals an den richtigen Instrumenten. Durch das Modelprojekt G.A.T. wird nun diese Lücke im Instrumentenkatalog des Jobcenters Kreis Recklinghausen geschlossen. Mit maßgeschneiderten Hilfen im Sinne von „Prävention vor Reha“ und „Reha vor Rente“ setzt das Projekt gezielt bei dieser Personengruppe an, so dass die gesetzlich vorhandenen Eingliederungsleistungen passgenauer eingesetzt werden können.

Das Team G.A.T. steht den Teilnehmenden des Projekts mit vielfältigen Angeboten zur Verfügung. 

Einen ersten Eindruck zum Projekt ist dem Kurzvideo zum Projekt G.A.T. – Gesundheit.Arbeit.Teilhabe. sowie dem Flyer zu entnehmen.